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Dienstag, 10. Juli 2012

Wolf Sam

Lange in Arbeit und jetzt endlich fertig: mein erster Wolf. Mit einer Rückenhöhe von 8cm ist er etwa im Größenverhältnis 1:10. Sein Fell ist aus einem Mikrofaserplüsch, die Beine aus X-Longpile Cashmere.

My first wolf in 1:10 scale, so the shoulder height is 8cm. His body is made of microplush, the legs are x-longpile cashmere.


Seinen Namen, "Sam", hatte er schon, noch bevor ich den ersten Entwurf gezeichnet hatte. Er wurde von seiner zukünftigen Besitzerin nach dem Werwolf aus dem Roman "Nach dem Sommer" benannt.

The commissioner named him Sam after a werewolf charakter from a book. He already had that name even before I started to make him. ^^


 Weil es schwierig ist, so kleine Tiere detailreich zu machen und ich etwas neues ausprobieren wollte, habe ich den Kopf modelliert und beflockt (die Ohren sitzen genau an der Grenze zwischen Stoff und Fimo).

Since it's difficult to make such small animals detailed I tried a new technique and gave him a modelled and flocked head (the ears are marking the border between fabric and polymer clay).


Ganz zufrieden bin ich noch nicht, aber für den ersten Versuch ist er nicht so schlecht geworden und gefällt seiner neuen Besitzerin zum Glück sehr.

He's not perfect, but fortunately his new owner is still very pleased with him.


Sonntag, 1. Juli 2012

Ein neues Pferd

Meinen Blog habe ich in letzter Zeit ziemlich vernachlässigt, aber ich habe jetzt Ferien und endlich wieder ganz viel Zeit zum Nähen! Und gleich was zum Herzeigen.

Zum Dank fürs Ribiselpflücken durfte Pferdchen Mahtab heute durch den Garten meiner Nachbarin traben, mein Unkraut-Urwald eignet sich weniger als Fotokulisse.

Sie hat eine Widerristhöhe von 11cm und ist aus Minicashmere genäht, Mähne und Schweif sind aus schwarzer Seide.
This little mare is made from minicashmere and silk fibers. Her height at withers is 11cm/4,5".

Ihren Namen verdankt sie ihrer halbmondförmigen Blesse. Die hatte ich eigentlich symmetrisch geplant, aber mir ist gleich zweimal der Stoff eingerissen, wesshalb ich die Form anpassen musste. Sollte wohl so sein.
 I called her Mahtab because of her half moon shaped marking. It was planned to be symmetric but turned out like this. But I think it looks quite nice.



Meine Nachbarin ist übrigens ein sehr hilfsbereiter Mensch. Nachdem ich heute Morgen meinen in frischer Farbe getränkten zweiten Wellensittich zum Trocknen in die Sonne gelegt habe, hat die gute Frau mir gleich ihre Schaufel zum Beerdigen angeboten. Ich habe zwar dankend abgelehnt, aber der Vogel wirkt wirklich so, als hätten ihm die Chemikalien in der Farbe nicht gutgetan...

Today I put this poor little guy outside for his wet paint to dry up in the sun. My neighbour thought he was real and offered to help burying him. Well, he really looks somehow... unwell, doesn't he?


Dienstag, 13. Dezember 2011

Meine derzeitigen Großprojekte...

...haben entweder viel Fell und viele Krallen...

...noch viel mehr Federn...

...oder werden riesengroß.

Aber fertig wird irgendwie gar nichts, dabei sollte man doch gerade vor Weihnachten so produktiv sein. Dann gibt es dieses Jahr wohl weniger selbstgemachte Geschenke...

Mittwoch, 14. September 2011

Orca

Was ganz einfaches für zwischendurch, genäht aus Suedine mit Drahtskelett und etwa 20cm lang. Zwar nicht wirklich realistisch, aber dafür ist das Schnittmuster relativ einfach zum Nachmachen.

Killer whale made of suedine with wire armature, around 20cm/6,5" long. Not that realistic but in comparison to my usual patterns it's easy to make, just give it a try if you want to.


Freitag, 22. Juli 2011

Giraffe

Keine Sorge, mich gibt es auch noch. Ich bin nur momentan recht beschäftigt und die letzten Tage hatte ich Verwandtenbesuch aus der Schweiz. Da musste ich mich beeilen, damit meine Tante noch ihr Weihnachtsgeschenk bekommt (wahre Kunst braucht ihre Zeit, an 7 Monaten Verspätung darf man sich da nicht stören).
Die Giraffe ist so 16 bis 17cm hoch, aus weißem Minicashmere und etwas braunem Alpaka, mit Copicmarkern bemalt. Der Kopf ist ein kleines bisschen zu groß geraten und die Färbung stimmt auch nicht ganz, ich habe sie ohne Bildvorlage bemalt. Aber meine Tante ist trotzdem begeistert.

A christmas present for my aunt last year. The little giraffe stands 17cm/6,5" high and is made of white minicashmere and alpaca for mane and tail. The markings are painted with copicmarker (the markings are not too realistic since I didn't look at pictures during painting). Sadly, the head is a bit too big, but my aunt likes it despite that.





Sonntag, 29. Mai 2011

Experiment Katzenkopf

Den ganzen Tag lang mit Freundinnen shoppen gehen, da kann kaum eine Frau widerstehen. Nicht einmal ich.
Aber während meine Freundinnen sich mit neuer Sommermode eingedeckt haben, habe ich nur Tüten voll Plüsch gekauft. Typisch. Und natürlich musste ich gleich ausprobieren, wie er sich vernähen lässt...

Es heißt ja immer, Katzen seien so schwer zu nähen.  Und weil ich noch nie mit normalem Synthetikplüsch gearbeitet habe und Herausforderungen liebe, sollte es ein Katzenkopf werden. Ich experimentiere gerne mit ungewöhnlichen Schnittführungen, diesmal habe ich die Ohren gleich im Kopf eingebaut. Das ist auch praktisch, ich hasse es nämlich, wenn die Ohren beim Annähen von aussen nicht symmetrisch werden wollen... Und die Augen sollen von innen eingesetzt werden, dann muss man keine Augenlider aufnähen.

Also alle notwendigen Teile zugeschnitten und gleich großzügig die Unmengen an Fell gekürzt:
Anfangs war ich skeptisch, aber zusammengenäht erinnert es schon stark an eine Siamkatze. Die Ohren sind vielleicht etwas klein geraten, aber das macht nichts.
Nach dem Wenden war ich zuerst entsetzt, aber nach einem gründlichen Haarschnitt gefällt mir das Ergebnis recht gut. Eine Kreuzung zwischen Luchs und Perserkatze oder so ähnlich.
Es sollte eigentlich nur ein Probekopf werden, aber vielleicht nähe ich doch gleich einen Körper dazu...

Montag, 2. Mai 2011

Pferd

Heute hat es mich in den Fingern gejuckt und ich habe endlich mal mein Pferdchen fertig genäht.
Vor diesem Projekt hätte ich ohne zu zögern behauptet, ich wüsste, wie ein Pferd aussieht. Spätestens beim Nähen wurde mir allerdings klar, dass ich armer Stadtmensch von Pferden keine Ahnung habe, verzeiht mir also bitte die anatomischen Fehler....

Die weißen Abzeichen hatte ich asymmetrisch geplant, allerdings sollte  das hier nur ein Probekörper werden, da habe ich nicht darauf geachtet. Letztlich ist er aber so gut gelungen, dass ich ihn einfach so genommen habe.

Das edle Ross (oder eher ein Pony?) misst bis zu den Ohrenspitzen etwa 21cm, ohne die Bodenplatte 18cm. Es hat 46 Teile und ist aus Minicashmere genäht, die Hufe aus Pfotenstoff und Mähne und Schweif sind aus schwarzem Seidenkammzug gemacht.
Die Basis ist aus Styropor mit Plüsch überzogen, den ich mit grüner Textilfarbe angemalt habe.

The horse measures 21cm in height, 18cm without the base. It is made of 46 parts of minifabric and suedine, mane and tail are black silk fibers. The base is styropor covered with plush and colored with fabricpaint.



Dienstag, 15. Februar 2011

Bin verliebt...


...aber wer könnte diesen Flaumkugeln schon widerstehen? Diese Hühnchen sind eine Woche alt und bekommen gerade die ersten Schwungfedern. Und ich habe sie heute ausgiebig streicheln und knuddeln dürfen! In den nächsten Tagen soll ich Highspeedvideos von ihnen machen.
In der Uni würde es niemanden stören, wenn ich zwei oder drei von denen mitgehen lasse. Aber wohin dann mit ihnen? Mein Bett wird schon vom besten Kater von allen belegt *lach*.
Ich sehe schon, diese Liebe hat keine Zukunft...

Da ich ausser Hühnchen streicheln heute nicht viel zu tun hatte, habe ich wieder einmal genäht. Sieht schon vielversprechend aus, oder?

Montag, 17. Januar 2011

Ein Hase

Du lieber Himmel, meine Besucherzahlen explodieren ja! Das kann ja nicht normal sein... Also wie auch immer, seid alle herzlichst begrüßt. Ich habe derzeit den Überblick verloren, wo ich überall verlinkt worden bin, aber jedenfalls freue ich mich, dass ihr hierhergefunden habt.

Der kleine Hase war schon lange fertig, nur das Schwänzchen fehlte noch. Das war mein erster Versuch, mit einem X-longpile-Stoff zu nähen. Dass er etwas dehnbar ist, war zuerst ungewohnt, hat aber auch Vorteile. Dadurch werden die Tiere flexibler und besser beweglich.

Das Häschen ist von der Nasenspitze bis zum Schwanzansatz gute 6cm lang. Man sieht es auf dem Foto leider nicht, aber er hat sehr feine Schnurrbarthaare aus Katzenpelz. Das kann ich aber wirklich nicht empfehlen, die kurzen, brüchigen Häärchen festzunähen war eine Sisyphusarbeit.



Sonntag, 16. Januar 2011

Fertiger Elefant

Bis zum höchsten Punkt der Ohren misst er etwa 13cm, aus Minicashmere und etwas Velour und Alpaka.


Wie man einen Elefanten baut - Teil 2

Das Semester neigt sich dem Ende zu, die Hauptprüfungszeit beginnt und alle braven und fleissigen Studenten lernen jetzt. Zum Glück (?) gehöre ich nicht zu diesen.

Meinen Elefanten habe ich gewendet, so sieht man schon mehr von ihm. Er ist auch durchaus schon dreidimensional und man kann ihn hinstellen. Ein bisschen schrumpelig wirkt er aber doch noch, also habe ich ein Drahtskelett hineingeschoben und ihn möglichst prall gestopft. Dann noch die Ohren angenäht und siehe da: schon sieht er wie ein echter Elefant aus.

Fast fertig! Das Schwänzchen ist schnell zusammengenäht aus Ministoff und einem Alpakarestchen. Die Stoßzähne nähe ich aus weißem Velour zusammen. Damit sie schön hart werden, stopfe ich sie fest mit feiner Watte aus, die ich vorher in ein Gemisch aus Klebstoff und Wasser getunkt habe. Annähen sollte man sie dann, bevor sie ganz getrocknet sind, erstens wird der Stoff dann so steif, dass man kaum mit der Nadel durchkommt, zweitens kann man sie dann noch wie gewünscht zurechtbiegen. 



Samstag, 15. Januar 2011

Ein Gepard entsteht - Teil 3

Also gleich vorweg: JA, ich habe tatsächlich einen LESER! Zugleich wahrscheinlich der erste richtige Besucher meines Blogs. Schöne Grüße nach Deutschland, bleib mir weiter treu!
Soviel dazu. Die Wochen gehen ins Land und der kleine Gepard wartet immer noch auf seine Fertigstellung.

Inzwischen habe ich ein Paar 3mm große durchsichtige Glasaugen besorgt und mit Acrylfarbe in Ockergelb hintermalt. Der Farbton ist vielleicht ein wenig zu hell geworden, aber ich kann damit leben. Für die Fellfärbung habe ich einen Copicpen in "Dark Bark" gekauft, einem sehr dunklen Braunton. Den schwarzen finde ich etwas zu blaustichig. Körper und Beine habe ich bereits mit Punkten bemalt.

Heute habe ich mich an die Ohren gewagt. Die sind doch sehr klein, daher habe ich gleich das ganze Stoffstückchen dünn mit Klebstoff bestrichen und dann einen flachen Halbkreis ausgeschnitten. Das Fell habe ich auch gleich gekürzt.




Den Halbkreis habe ich zu einem Viertelkreis zusammengenäht und gewendet. Mit Ministoff ist diese Größe noch kein Problem, aber mit der Viskose, zumal dutch den Klebstoff versteift, finde ich das schon ziemlich mühsam.





Jetzt noch muschelförmig an den Kopf annähen. Ich brauchte einige Anläufe, bis ich eine halbwegs passende Position gefunden hatte. Aber richtig schwierig wirds erst, wenn man das zweite Ohr symmentrisch anbringen soll. Das gelingt mir praktisch nie, da die Ohren selbst meist schon zu ungleich geraten sind.   



Und so sieht das Kerlchen  derzeit aus. Noch überhaupt nicht Gepard-artig, aber ich hoffe, dass sich das mit der passenden Gesichtsbemalung ändert.

Sonntag, 9. Januar 2011

Wie man einen Elefanten baut - Teil 1

Haruki Murakami beschreibt in seiner Kurzgeschichte "the dancing dwarf" (踊る小人) ausführlich, wie eine richtige Elefantenfabrik funktioniert. Man braucht dazu - als Ausgangsmaterial - einen echten Elefanten, den man in sechs Teile zerschneidet. Daraus kann man dann 5 neue Elefanten bauen. Das funktioniert so gut, dass nicht einmal die Elefanten selbst bemerken, dass sie zu 80% künstlich sind.

Ganz so gut bin ich sicher nicht, aber schliesslich muss ich mich mit suboptimalen Ausgangsmaterialien begnügen. Meiner wird aus hellgrauem Minicashmere gemacht.
Schnitt lag schon bereit, das ist nämlich bereits mein zweiter Versuch. Den ersten habe ich ganz schnell verschenken müssen, sodass ich nicht einnmal Zeit für ein Foto hatte.
Erstmal habe ich alle Teile zugeschnitten (Rüssel, Kopf, Ohren, Füße, Körper und Beine), nur Schwanz und Stoßzähne mache ich erst am Schluss:



















Und vernäht sieht das ganze dann so aus. Man sieht hier auch schön, wieviele Abnäher da gemacht werden mussten.

Freitag, 17. Dezember 2010

Fledermaus

Um genau zu sein: eine Zwergfledermaus, pipistrellus pipistrellus. Ich habe ihn "Pippin" genannt.  Genäht ist er aus Longpile-Ministoff, Velour und Alcantara für die Flügelhaut. Die Färbung ist eigentlich nicht sehr realistisch, die Arme und Beine hätten schwarz sein müssen, aber das fällt unter künstlerische Freiheit.
Die Kopf-Rumpflänge (ohne Schwanz) ist etwa 4,5 bis 5cm, Flügelspannweite knapp über 20cm. Der Kleine ist damit in etwa lebensgroß. Er darf ab jetzt bei mir auf Mottenjagd gehen.


Dienstag, 30. November 2010

Braunbär

Diesen Bär habe ich schon vor längerer Zeit gemacht, eines meiner wenigen Tiere mit Scheibengelenken. Ungegliederte Körper liegen mir einfach mehr.
Alpaka und Suedine für das Innenmaul, Zähnchen und Krallen aus Epoxid-Knete, Nase und Pfotenballen aus gewachstem Bastelfilz.

Samstag, 18. September 2010

Hund

Für den Gepard muss ich erst passende Farben besorgen, der muss noch warten.
Währenddessen ist heute ein neuer Hund entstanden. Aus verfilztem Alpakaplüsch mit nicht ganz 7cm Schulterhöhe. Die Nase ist aus Fimo, erstens sieht das realistischer aus und zweitens kann ich keine Nasen sticken.
 
Der Schnitt ist schon etwas älter, damals habe ich ihn aus Ministoff genäht, sieht auch hübsch aus.


Freitag, 17. September 2010

Ein Gepard entsteht - Teil 2

Weiter gehts mit der Raubkatze!

Aus Draht wird ein Skelett zurechtgebogen, den Schwanz lasse ich einfach überlang, der wird später gekürzt.
Die Konstruktion muss jetzt mit etwas Gewalt durch den Rücken hineingewurschtelt werden, sodass die Drähte bei den offenen Beinen hinausschauen.
Jetzt müssen die Beine gestopft und geschlossen werden. Dazu wird etwas Watte fest um den Beindraht gewickelt, das Fell darübergestülpt und dann der Fuß von unten nach oben im Matratzenstich zugenäht.
Dabei sollte man  natürlich möglichst symmetrisch arbeiten, sodass die Beine gleich dick werden. Wenn alle Beine zugenäht sind, kann man den Rest ausstopfen und den Rücken schliessen. Der Schwanzdraht wird gekürzt, nur dünn mit Watte umwickelt und ein Stoffstreifen darum genäht.
So schaut das momentane Zwischenergebnis aus. Gar nicht so schlimm wie erwartet. Der Kopf ist deutlich zu gross, der Körper etwas zu kurz und die Fersen etwas zu hoch. Aber ansonsten bin ich zufrieden...
Jetzt fehlt gar nicht mehr so viel.